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Einführung der SODIS Methode zur Reinigung des Trinkwassers


Mai 2005

Ausgangslage:
Die Berggemeinde Muntigunung ist ohne Wasser. Die Bevölkerung sammelt Regenwasser während der Regenperiode in grossen, ungedeckten Zisternen. Das Wasser ist im Laufe der Trockenzeit der Hitze und anderen äusseren Einflüssen ausgesetzt und ist in kürzester Zeit kontaminiert und für den Trinkwassergebrauch ungeeignet. Die einzigen Brunnen des Dorfes sind an der Küstenstrasse, zwischen 4 und 8 km von den Häusern entfernt. Wasser muss entweder zu hohen Preisen gekauft, oder dann bei diesen Brunnen, meistens durch Kinder zu Fuss geholt und in stundenlangen Märschen zu den Häusern transportiert werden.

Zielsetzungen:
Wir wollen die Einwohner der Gemeinde dahingehend schulen, dass sie mit einer einfachen, günstigen und nachhaltigen Methode ihr vorhandenes, während der Regenzeit gesammeltes Wasser, rasch und sicher reinigen können.

Nutzen:
Damit verbessern wir in kürzester Zeit die Gesundheit der Bevölkerung massiv und reduzieren deren Kosten für medizinische Betreuung. Wir reduzieren die Arbeitsbelastung der Frauen und Kinder um Wasser zu transportieren und um Holz zu sammeln, reduzieren somit auch den Energieverbrauch bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe und reduzieren nicht zuletzt auch die Sterblichkeitsrate bei Kleinkindern.

Methode:
Schulung der gesamten Bevölkerung in Kleingruppen anhand von praktischen Beispielen und Demonstrationen. Einbezug der Teilnehmer interaktiv. Integration der Gesundheitsorganisation des Dorfes in die Schulung. In einer ersten Phase Ausbildung der Lehrer in Form „Train the trainer”. Anschliessend Ausbildung der 900 Schulkinder in den drei Schulhäusern. In einer dritten Phase Schulung der restlichen Bevölkerung in 28 regionalen Subgruppen.

Status:
Abgeschlossen im August 2005. Überprüfungsmassnahmen haben den Erfolg der Massnahmen in den Schulen bestätigt. Bei der Schulung der erwachsenen Bevölkerung zeigte sich, dass vorerst noch vorhandene Widerstände überwunden werden müssen.

Konsequenzen:

Die Ausbildung der gesamten Dorfbevölkerung wird im Rahmen des Wasserversorgungsprojektes repetiert und vertieft.